Ambrosius von Mailand - mit Dr. Gotthard Fuchs - 24.-30.09.2021

Noch  zur Zeit Konstantins in Trier wohl 333/34 geboren , wird der Römer Ambrosius schon  in frühen Jahren Bischof der damaligen Kaiserstadt Mailand. Als er 397 stirbt, hat er ein ganzes  Jahrhundert mitgeprägt. Es galt ja damals, den Übergang von einer Untergrund- und Märtyrer- zu einer Staatskirche zu gestalten  - ein Abenteuer,  das nach dieser Konstantinischen Wende  im Sinne klarer Unterscheidungen von Staat, Kirche und Gesellschaft   bis heute aktuell ist. Rhetorisch wie theologisch bestens gebildet, ist Ambrosius ein bedeutender Prediger und Schriftausleger, und zugleich ein sozial  engagierter Seelsorger und  kraftvoller Bischof, der politische Konflikte nicht scheut. Seine Gedichte –  bis heute gesungen wie das Te Deum oder das adventliche „Deus creator omnium/Du Gott und Schöpfer allen Seins“ -  zeugen vom gelebten Zusammenklang von Spiritualität, Reflexion und Politik. Nicht zufällig zählt Ambrosius zu dem Quartett jener Kirchenväter,  die ein gutes Jahrtausend lang  kirchliche Selbst- und Weltdeutung   prägten (und deshalb gern an Kanzeln dargestellt wurden). Bis heute hat sich trotz der römischen Uniformierung die eigenständige mailänder Liturgie erhalten. Und vor allem die wunderbaren alten Kirchen , allen voran die Grabeskirche S. Ambrogio.

Wer heutzutage  Mailand  besucht, hat freilich viel mehr zu entdecken, nicht zuletzt Leonardos Abendmahl und das Castello seiner Arbeitgeber, den gewaltigen Dom…….

Dr. Fuchs hält einen einführenden Vortrag zu Ambrosius von Mailand am Dienstag, 29.6.21, 19:30 Uhr per Zoom. Zur Anmeldung